Die Friedwaldbestattung

Waldbestattung im Ruheforst Rostocker Heide

RuheForst bietet ein alternatives Bestattungskonzept, bei der die Asche von Verstorbenen an einem Waldbaum beigesetzt wird. Bereits zu Lebzeiten kann man sich hier seine letzte Ruhestätte aussuchen. Die alten, naturbelassenen Wälder ermöglichen einen würdevollen, sanften Abschied und spenden den Angehörigen und Freunden Trost.

Viele Menschen möchten bereits zu Lebzeiten ihre Bestattung regeln und den Angehörigen diese schwere Entscheidung abnehmen. Vermehrt tritt dabei der Wunsch nach einer Alternative zu den traditionellen Bestattungsformen auf einem Friedhof in den Vordergrund. Die letzte Ruhestätte an den Wurzeln eines alten Baumes zu finden, ist eine beruhigende Vorstellung. Ein in unserer mobilen Gesellschaft an Bedeutung gewinnender Aspekt ist die Problematik der Grabpflege, die bei Waldbestattungen die Natur übernimmt.

Der RuheForst Rostocker Heide liegt landschaftlich reizvoll im Jahrhunderte alten Stadtwald der Hansestadt Rostock nur wenige Meter vom Stadtforstamt entfernt.

Einmalig ist die Nähe zur Ostseeküste. Wald und Meer bilden seit Jahrhunderten die Faszination der Rostocker Heide. Unter uralten Eichen und Buchen, vorbei an schlanken Kiefern und geheimnisvollen Erlen führen verschlungene Wege bis an naturbelassene Strände.

Bei einer kostenfreien Führung durch den RuheForst können Sie einen Eindruck von der Rostocker Heide und dem RuheForst gewinnen. Gern beraten wir Sie auch bei der Auswahl eines Baumes.

Ein RuheBiotop ist eine ca. 100 m² große Fläche im Wald, auf der um ein charakteristisches Naturmerkmal herum (im RuheForst Rostocker Heide zumeist ein Baum) bis zu 10 Urnen beigesetzt werden können.

Eigene Forstverwaltung besitzt in Rostock eine jahrhundertelange Tradition. Das Stadtforstamt bewirtschaftet die Rostocker Heide im Sinne einer nachhaltigen und vielseitigen Nutzung für die Rostocker Bürger und ihre Gäste. Wesentliche Inhalte dieser naturnahen Waldbewirtschaftung sind:

  • natürliche Verjüngung standortgerechter Holzarten

  • Erhöhung des Laubholzanteils

  • Schaffung gesunder, stabiler und strukturreicher Mischwälder

  • keine Kahlschläge

  • Förderung der Artenvielfalt

  • Verzicht auf Chemie im Wald

  • bodenpflegliche Verfahren bei der Holzernte

  • Anpassung der Wildbestände an den Lebensraum

  • weitgehende Totholzerhaltung

Erwerb der Ruhestätte zu Lebzeiten

Viele Menschen haben den Wunsch, ihre letzte Ruhestätte selbst zu bestimmen und die Art der Beisetzung festzulegen. Im RuheForst Rostocker Heide kann bei einem Spaziergang durch den alten Buchenmischwald ein RuheBiotop dort ausgewählt werden, wo es einem am besten gefällt. Die lange Vertragslaufzeit von 99 Jahren gewährleistet, dass später im Falle des Falles keine Nachforderungen für die Grabstätte erhoben werden. Wegen der langen Laufzeit sorgen häufig auch jüngere Menschen vor und erwerben eine Ruhestätte.

Gemeinschafts- oder FamilienBiotop?

Auf beiden Biotoptypen gibt es bis zu 10 Urnenplätze (Grabstätten). Bei einem GemeinschaftsBiotop können ein oder mehrere Urnenplätze erworben werden. Bei einem FamilienBiotop erwirbt man alle 10 Urnenplätze zusammen und besitzt somit einen eigenen Baum, dessen Grabstätten für die Familie, aber auch für Freunde über mehrere Generationen genutzt werden können.

Wie teuer ist eine Grabstätte im RuheForst Rostock

Die Preise für die Urnenplätze bzw. RuheBiotope sind in der Entgeltordnung für den RuheForst "Rostocker Heide" der Hansestadt Rostock vom 19.07.2006 geregelt:

So beläuft sich das Entgelt für das 99jährige Nutzungsrecht an einem Einzel- oder Familien-RuheBiotop auf:

  • 2.750,00 EUR in der Wertstufe I (durchschnittliche Naturausstattung/Lage)

  • 3.800,00 EUR in der Wertstufe II (gehobene Naturausstattung/Lage)

  • 4.900,00 EUR in der Wertstufe III auf (sehr gute Naturausstattung/Lage)

  • 8.000,00 EUR in der Wertstufe IV auf (herausragende Naturausstattung/Lage)

  • Das Nutzungsrecht gilt für das gesamte RuheBiotop, wobei entweder 1 Urne (EinzelBiotop) oder bis zu 10 Urnen (FamilienBiotop) beigesetzt werden.

Das Entgelt für das Nutzungsrecht zur Beisetzung 1 Urne auf einem Gemeinschafts-RuheBiotop beträgt:

  • 475,00 EUR in der Wertstufe I (durchschnittliche Naturausstattung/Lage)

  • 750,00 EUR in der Wertstufe II (gehobene Naturausstattung/Lage)

  • 930,00 EUR in der Wertstufe III (sehr gute Naturausstattung/Lage)

  • 1.475,00 EUR in der Wertstufe IV (herausragende Naturausstattung/Lage)

  • Das Entgelt beinhaltet das Nutzungsrecht für die Beisetzung 1 Urne. Auf dem RuheBiotop werden 10 Urnen aus unterschiedlichen Verträgen beigesetzt. Je Vertrag werden meist 1 bis 3 Urnenplätze vereinbart.

Sind Erdbestattungen möglich?

Im RuheForst sind nur Urnenbestattungen möglich, um das Waldgebiet nicht zu belasten.

Woraus besteht die Urne?

Eine Bio-Urne besteht aus einem kunststoffähnlichen Material aus nachwachsenden Rohstoffen, das i. d. R. aus Stärke oder Zucker gewonnen wird, häufig ergänzt um Lignin, einen Holzbestandteil.

Nach der Europäischen Norm EN 13432 gelten Werkstoffe und Materialien als vollständig biologisch abbaubar, wenn mindestens 90 % des organisch gebundenen Kohlenstoffs im Material innerhalb von 180 Tagen umgesetzt worden sind.

In gewachsenem Waldboden dauert die Zersetzung etwas länger, doch auch hier ist die Urne nach einigen Monaten abgebaut.

Ist eine Grabpflege erforderlich?

Eine Grabpflege ist im RuheForst weder nötig noch erwünscht: Das Erscheinungsbild des alten Laubwaldes soll erhalten bleiben; die Grabpflege übernimmt die Natur. Verpflichtungen zur Grabgestaltung für die Angehörigen entfallen somit.

Ist eine namentliche Kennzeichnung möglich?

Auf Wunsch können durch das Stadtforstamt Erinnerungsplaketten - bspw. mit den Namen der Verstorbenen - am RuheBiotop angebracht werden. Größe und Form sind vorgegeben. Da stets nur eine Plakette am RuheBiotop angebracht ist, wird eine evtl. bereits vorhandene Plakette um die neue Beschriftung ergänzt.

Die Kosten für eine solche Erinnerungsplakette belaufen sich auf ca. 66,00 bis 110,00 EUR - je nach Größe und Material.